Erinnerungen, die vom und am Leben bleiben. Schüler halten sie wach. Zehn Jahre lang ist der im Jahr 2013 ins Leben gerufene Rolf-Joseph-Preis verliehen worden – in Erinnerung an den Berliner Holocaust überlebenden Rolf Joseph. Der Preis geht weiter – nun als Joseph-Preis. Aus gezeichnet werden Beiträge zum thema „Jüdisches Leben – damals und heute“. In einer Zeit, in der das jüdische Leben in Deutschland so gefährdet scheint wie lange nicht mehr. Am 30. Januar findet die Preisverleihung im F.A.Z.-tower in Frankfurt statt. Den Hauptpreis der FAZIt-Stiftung erhält die auf dieser Seite in Auszügen dokumentierte „Geschichte der jüdischen Familie Anspach“ der Schüler Clarissa Stadelmann, Lisa Schmid, Leni Krieger, Hanna Bolz, Christian Schatz, Chiara Rieger, Anna Melnychenko, Elian Celaj, Melina Baier le und Jannis Eleftherakis (Zeichnungen) mit ihrer Lehrerin Ina-Kerstin Schulz von der Johann-Philipp-Palm Schule in Schorndorf. Die Schüler wurden von dem pensionierten Lehrer Eberhard Abele zu Schülerguides ausgebildet, um anderen Klassen der Schule und interessierten Bürgern mit Stadtführungen die bewegende Geschichte der Ju den in ihrer Stadt zu erzählen. Sie sind Schülerguides geworden, weil sie, so betonen sie, Geschichte „nicht nur aus Büchern lernen, sondern sie direkt vor Ort erfahrbar machen möchten – so können wir anderen helfen, einen persönlichen Bezug zur Vergangenheit zu entwickeln und zu verstehen, warum Erinnerung wichtig ist“. Eine Schülerin berichtet: „Durch unsere Führungen haben wir die Möglichkeit, andere junge Menschen zu erreichen, aufzuklären und zum Nach denken anzuregen. Ich bin sehr dankbar, dass ich meinen teil dazu beitragen kann, die Geschichte der Juden und die Schrecken des Nationalsozialismus lebendig zu halten.“
Joseph-Preis: Jüdisches Leben - damals und heute
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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. Januar 2025, Nr. 16, S. 30 -
Schüler der Johann-Philipp-Palm-Schule, Schorndorf