Die Vorgeschichte des Darwineums begann Ende der 1960er Jahre mit der Suche nach einer Möglichkeit, die provisorische Unterkunft der Menschenaffen durch eine artgerechtere Haltung zu ersetzen. Nach Analysen, Gutachten und Genehmigungsverfahren wurde 2011 der Grundstein für den Gebäudekomplex gelegt. Mit dem Darwineum rückte das "spielerische Lernen" in den Vordergrund, der ehemalige Zoologische Garten Rostock verwandelte sich in einen Themen- und Erlebniszoo. Seine Enkelkinder hätten sich dank der Aufklärungsangebote im Zoo Rostock intensiv mit dem Problem der Palmölplantagen, besonders in Indonesien, befasst, die dazu beitragen, dass der Lebensraum für die Orang-Utans vernichtet werde, sagt Brandt.
Heutzutage halte man die Tiere viel naturnäher, das heißt in der Regel in großen Gruppen in Freigehegen und ohne Sichtbarrieren. "Früher hatten wir richtig breite Zäune, bei denen man nicht gut durchblicken konnte. Jetzt haben wir eine Grabenanlage, die sowohl für die Besucher als auch für die Tiere schöner ist. Das ist zum Beispiel auch ein Grund, weshalb wir keine Elefanten mehr halten. Elefanten sind Herdentiere, man müsste sie in einer Herde halten, dafür ist momentan einfach nicht genug Platz. Deshalb gibt es im Darwineum nur noch zwei Menschenaffenarten. Wir haben keine Schimpansen mehr, dafür deutlich mehr Platz, den die anderen benötigen." Zurzeit entsteht mit dem Polarium eine neue Anlage für die Eisbären und Pinguine. "Es wird ein Highlight, an dem man wieder ganzjährig als Besucher etwas zu sehen bekommt", schwärmt Brandt. Kostenpunkt etwa 11 Millionen Euro. Mit dem Eintritt ist es nicht finanzierbar. Spendengelder müssen gesammelt werden.