Produkte von Perma-tec sorgen dafür, dass Anlagen seltener ausfallen
Auf der ganzen Welt wird alle elf Sekunden ein Perma-Schmiersystem montiert oder gewechselt“, heißt es von der Perma-tec GmbH & Co. KG aus dem fränkischen Euerdorf. Das Unternehmen stellt automatische Einzel- und Mehrpunktschmiersysteme her, die vor allem in der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Stahlindustrie, der Schwerindustrie und in Windkraftanlagen zu finden sind. „Es werden alle beweglichen Teile in Anlagen geschmiert, das sind zum Beispiel Lager, Zahnräder und Ketten“, erklärt Abassin Aryobsei, der Geschäftsführer für Vertrieb und Technik.
Der altmodische Ansatz sei, dass jemand mit einer Fettpresse eine Anlage schmiere und im Extremfall in einen Gefahrenbereich klettere. „So hat man oft erst mal eine Überschmierung, dies führt zu Überhitzung, und nach einiger Zeit eine Unterschmierung, und diese erzeugt Reibung.“ Perma-Produkte führten hingegen regelmäßig und automatisch Schmierstoff hinzu. Dadurch falle die Anlage seltener aus, ihre Lebensdauer steige genauso wie die Arbeitssicherheit. „Nach Berechnungen von Unternehmen kostet ein Maschinenausfall mehrere 10.000 Euro pro Stunde“, sagt Aryobsei.
„Wir sind Weltmarktführer für automatisierte Einzelpunktschmierungen“, berichtet der kaufmännische Geschäftsführer Peter Mayr. „Wir gehen davon aus, dass alle weltweit installierten Schmiersysteme zu deutlich mehr als 50 Prozent von uns kommen.“ 2023 erzielte man nach eigenen Angaben einen Umsatz von mehr als 120 Millionen Euro. Dieses Jahr soll er höher liegen.
Perma beschäftigt rund 300 Mitarbeiter, in Euerdorf gut 200, in Amerika etwa 60 und in Australien rund 20. Man unterhält Verkaufsniederlassungen in Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Indien und Südamerika. „Strategische Endkunden beliefern wir direkt. Daneben gibt es die sogenannten Erstausrüster, Unternehmen, die Maschinen und Anlagen produzieren. Diese haben unser Produkt schon als Teil der Maschinenauslegung“, sagt Aryobsei. Laut Mayr verkauft man in gut 120 Länder. „70 Prozent unserer Umsätze erzielen wir im Ausland.“
Man verkaufe an die ganze deutsche Autoindustrie, die Automobilzulieferindustrie, die Zementindustrie und an Kraftwerke. Die Preisspanne reiche vom Einstiegsmodell für 22 Euro bis hin zur Hightech-Mehrpunktschmierlösung für rund 800 Euro. Man habe bisher rund 55 Millionen Schmiersysteme verkauft. Patente spielten eine tragende Rolle. „Wir geben jährlich einen hohen sechsstelligen Betrag aus, um diese am Leben zu erhalten“, berichtet Mayr. Das habe bisher sehr geholfen, weil man eine oligopole Marktstruktur habe.
Den Nutzen der Produkte erklärt Aryobsei an einem Beispiel: „Ich war vor Ort in einer Mine in Australien; dort laufen die Förderbänder nonstop. Am nahe gelegenen Hafenterminal haben im Meer 40 Schiffe auf Ladung gewartet. Wenn jetzt ein Maschinenausfall geschieht, entstehen enorme Folgekosten. Genau da setzten Perma-Produkte an.“