Vom Mehrwert der Zeitungslektüre - Abschlussbericht

Wenn die F.A.Z. in der Schule zum Lehrbuch wird, dann lernen die Schüler nicht nur den Umgang mit Medien.


Antisemitismus, Extremismus, Corona-Impfpflicht, Kriege, Naturkatastrophen, französischer Wahlkampf, der Weltraum oder der Verkehr: Themen wie diese kommen in Schulbüchern zwar vor, doch nicht mit täglich neuem Lesestoff. Wenn die Zeitung zum Schulbuch wird, ist das anders. Dann durchforsten Schüler die F.A.Z. Tag für Tag in der gedruckten wie der digitalen Form nach ihrem selbst gewählten Thema. Sie sammeln Artikel in Mappen, fassen sie zusammen, legen Glossare an, kommentieren, führen eigene Interviews und erfinden sogar ein Quiz oder ein Spiel dazu. Und manche gestalten das Ganze auch noch besonders aufwendig.

Das haben in diesen Frühjahr wieder rund 800 Schüler aus dem Raum Frankfurt getan – im Projekt „Meine Zeitung“ der F.A.Z. und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, unterstützt von der Medienagentur MCT.


Der Kommentar einer Schülerin, die sich mit dem französischen Präsidentschaftswahlkampf beschäftigt hat, beschreibt, wie es vielen Schülern erging: „Mir hat das Projekt viel Spaß gemacht, und ich habe sogar aus Interesse weitere Artikel gelesen, außerdem konnte ich mir unabhängig von meinen Eltern eine Meinung bilden und ihnen zur Abwechslung auch einmal etwas beibringen.“


Bei der Preisverleihung durch F.A.Z.-Herausgeber Carsten Knop und Anne Bachmann von der Stiftung beschrieb Arthur Podlesnov, in dem Projekt habe er gelernt, ein E-Book zu erstellen. Das hat der Sechstklässler zum Thema Russland/Ukraine getan und war damit erfolgreich. Irina Wende berichtete auf die Frage von Moderator Tim Frühling, sie habe bei der Suche zu ihrem Thema Antisemitismus, die ebenfalls ausgezeichnet wurde, mehr über den Holocaust gelernt als in der Schule. Auch alle anderen Schüler haben profitiert, wie die Lehrer berichteten. Neben der Ehrung kam bei der Preisvergabe in der Alten Oper die Unterhaltung nicht zu kurz: Die Gäste erlebten eine rasante Show mit der Jonglage von Claudius Specht aus dem Tigerpalast.


Bedanken möchten wir uns bei unseren Partnern für die Bereitstellung von wunderbaren Preisen für die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs. Folgende Preise konnten wir vergeben:


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Europa | Primarstufe | Sekundarstufe |Urkunde


Preisträgerinnen und Preisträger 2022

Kategorie 6. und 7. Klassen

1. Preis Johannes Gregor Droege, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, Klasse 7ac, „Wie berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung über Kriege?“ 2. Preis Johanna Schilling, Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, Klasse 7b, „Geschichte in der Zeitung“

3. Preis Franziska Mandalka, Freie Christliche Schule, Klasse 7Ga,

„Antisemitismus“


Nominierte

Jakob Karl Friedrich, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, 7ac, „Konflikte in Mittel- und Westafrika“; Mara Broyer, Französische Schule Lycée Victor Hugo, 7 (5emes1), „Die französische Präsidentschaftswahl 2022“; Marie Hermann, Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, 6b, „Verkehr“


Kategorie 8. bis 10. Klassen

1. Preis: Lucia Bolz, Freiherr-vom-Stein-Schule, Klasse 9d, „Die Situation der Frau in der heutigen Gesellschaft“

2. Preis: Irina Wende, Freiherr-vom-Stein-Schule, 9d, „Jüdisches Leben in Frankfurt“

3. Preis: Tea Santic, Anne-Frank-Schule, 9a, „Extremismus“


Nominierte

Charlotte Greiner, Schillerschule, 8d, „Wahlkampf in Frankreich 2022“; Jakob Thate, Freie Christliche Schule, 8Ga, „Mobilität & Verkehrswende“; Helle Tesfe, Anne-Frank-Schule, 9a, „Rassismus und Antisemitismus“


Digitalpreis #MeineZeitung:

Arthur Podlesnov, Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, 6c, „Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland“


Kreativpreis:

Lilian Sihler, Französische Schule Lycée Victor Hugo, Klasse 7 (5emes1), „Weltraum-Tourismus“


Lehrkräfte-Preis:

Auszeichnung für besonderes Engagement im Projekt: Silke Rüffert, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium

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Ein Projektbeitrag von: ,
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2022, Nr. 160, S. 31 - Von Frank Röth (Fotos), Patricia Andreae

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