Von Profis lernen

Bei ETF kommt es auf die Kosten an

Sarah Speicher-Utsch

Bei ETF kommt es auf die Kosten an

56.000 Depots zeigen: Wer günstige ETF kauft und die Finger stillhält, profitiert auf lange Sicht.

Sie verwalten Ihr eigenes ETF-Portfolio und haben schon entschieden, wie Sie Ihr Vermögen nach Anlageklassen, regional und thematisch aufteilen? Dann beginnt die Suche nach den Produkten. Je nach Broker oder Bank kann sie viel Zeit und Nerven kosten. Orientierung bietet ein Blick darauf, was die Profis tun.

Die Studie „Trendmonitor 2026“  hat 56.000 reale Kundendepots von 121 unabhängigen Vermögensverwaltern untersucht. Das Ergebnis: Die Profis setzen auf große börsengehandelte Fonds – und natürlich auf niedrige Gebühren. Denn ein wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass Depots, die konsequent auf Einzeltitel und kosteneffiziente ETF setzen, im Vergleich zu klassischen Fonds eine signifikante Mehrrendite erzielen.

Es ist also kein Ammenmärchen, sondern Empirie: Jeder Prozentpunkt bei den Gebühren zählt, vor allem wenn es um einen langen Anlagehorizont geht. Dass dagegen Aktivismus ein Renditekiller ist, mag keine neue Erkenntnis sein, aber doch eine Mahnung, die man nicht oft genug wiederholen kann: Wer viel umschichtet, verliert Rendite. Und auch komplexe Produkte wie Zertifikate kosten mehr, als sie bringen.

Anleger sollten auf günstige, große ETF namhafter Emittenten setzen. Und die Schwellenländer nicht vergessen. Besonders jetzt nicht: Die Vermögensverwalter haben diesen den Vorzug gegenüber dem MSCI World gegeben, der nur in Industrieländer investiert. Auch das ist eine Mahnung: Ihr Vermögen sollten Anleger wirklich breit streuen.

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